Nach einer Auswertung des WSI-Kollektivvertragsarchivs gibt es in den meisten Branchen Vereinbarungen, die einen Weihnachtsbonus vorsehen. Meistens wird der Bonus als Prozentsatz des durchschnittlichen Monatslohns festgesetzt. Der Betrag ist jedoch je nach Sektoren sehr unterschiedlich – siehe Tabelle 2 unten. In einigen Branchen gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Wer jedoch ein Studium absolviert hat, beginnt seine Karriere in der Regel mit einem Gehalt von 44.900 Euro, während ein promovierter Ingenieur mit einem Einstiegsgehalt von rund 56.100 Euro rechnen kann. In Bezug auf die Unternehmensgröße, je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt. So verdienen Einsteiger in Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern durchschnittlich 42.600 Euro, in Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sind es rund 51.700 Euro. Deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen den einzelnen Branchen: Das beste Einstiegsgehalt erwartet Ingenieure in der Chemie- und Pharmaindustrie (durchschnittlich 51.200 Euro), Elektronik/Elektrotechnik und Fahrzeugbau (jeweils ca. 50.300 Euro). Die niedrigsten Gehälter werden dagegen in Ingenieur- und Planungsbüros (rund 40.200 Euro) und im Baugewerbe (durchschnittlich 41.500 Euro) verdient. Eines der wenigen ähnlichen Merkmale der Gehaltsstrukturen in den einzelnen Bundesländern ist die Einstufung von Sekundarschullehrern in A13. Gymnasiallehrer sind die Bestverdiener unter den staatlichen Lehrern. Ihre Karriereleiter bietet auch mehr Aufstiegsmöglichkeiten als andere Schularten, da Gymnasien in der Regel mehr Personal für Koordinations- und Organisationsaufgaben benötigen.

Im Durchschnitt beträgt das Einstiegsgehalt in der Besoldungsgruppe A13 3.861 € und nach zwanzig Jahren Beschäftigung steigt es auf 4.658 €. Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Gymnasiallehrer in jedem Bundesland verdienen, kategorisiert nach Verdiensten zu Beginn ihrer Karriere und nach rund 20 Berufsjahren: Daten, die im November 2011 vom Hans-Böckler-Stiftungswerk (WSI) veröffentlicht wurden, zeigen, dass mehr als die Hälfte aller deutschen Arbeitnehmer eine jährliche Zusatzzahlung in Form eines Weihnachtsbonus erhalten. Die Daten zeigen auch, dass weit mehr Arbeitnehmer, die unter einen Tarifvertrag fallen, einen Weihnachtsbonus erhalten als Arbeitnehmer, die nicht versichert sind. Die meisten branchenübergreifenden Tarifverträge bieten einen Weihnachtsbonus, aber die tariflichen Tarife sind von Branche zu Branche sehr unterschiedlich. Anmerkungen: 1) Möglichkeit, eine freiwillige Betriebsvereinbarung über eine flexible gewinnorientierte jährliche Bonuszahlung in einer Spanne zwischen 90 % und 120 % des Monatsgehalts auszuhandeln. 2) Möglichkeit, eine freiwillige Betriebsvereinbarung über eine variable gewinnbasierte jährliche Bonuszahlung in einer Spanne zwischen 70% und 130% des Monatsgehalts auszuhandeln. 3) Möglichkeit, eine freiwillige Betriebsvereinbarung über höhere oder niedrigere Jahresboni in einer Spanne zwischen 95% und 125% in Westdeutschland und 50% –80% in Ostdeutschland auszuhandeln. 4) Plus 25,56 € pro Kind 5) Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen: 60% 6) Ost-Berlin: 52,5% 7) Möglichkeit, einen freiwilligen Betriebsvertrag über eine jährliche Bonuszahlung in einer Spanne zwischen 37,5% und 77,5% des Monatsgehalts je nach wirtschaftlicher Situation des Unternehmens auszuhandeln.