Darüber hinaus ist die freiwillige Aushandlung von Tarifverträgen ein grundlegender Aspekt der Vereinigungsfreiheit, der die Verpflichtung einschließt, in gutem Glauben über die Aufrechterhaltung harmonischer Arbeitsbeziehungen zu verhandeln. Sowohl Arbeitgeber als auch Gewerkschaften sollten in gutem Glauben verhandeln und alles tun, um zu einer Einigung zu gelangen; echte und konstruktive Verhandlungen sind eine notwendige Komponente, um ein Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien herzustellen und aufrechtzuerhalten. Erstens wird das Verlängerungsverfahren angewandt, wenn ein Tarifvertrag von einem freiwilligen Verein (anstelle der Untereinheiten der obligatorischen Wirtschaftskammer) im Namen der Arbeitgeberseite geschlossen wird. In diesem Fall ist die Verlängerungsverordnung so konzipiert, dass die Arbeitgeber, die nicht Mitglieder des unterzeichnenden Arbeitgeberverbandes sind, den Tarifvertrag einhalten. So werden solche Erweiterungsaufträge im Hinblick auf die Branchentarifverträge für die Druckindustrie sowie für Zeitungen und Zeitschriften erteilt. ÜBERBLICK Die Lehrlingsausbildung ist eine Möglichkeit für Arbeitnehmer, die Fähigkeiten ihres Berufes durch produktive Arbeit und damit verbundene technische Ausbildung zu erlernen, sowie ein Mittel für Arbeitgeber, einen kompetenten und hochqualifizierten Arbeitnehmer zu finden. Die Ausbildung von Lehrlingen bestand seit jeher aus systematischem Unterricht und Erfahrung in allen praktischen Facetten der Arbeit in einem qualifizierten Beruf, wenn ein unerfahrener Arbeitnehmer in eine bestimmte Branche eintritt. Die Präzisionsbearbeitungs-, Luft- und Raumfahrt-, Holzbearbeitungs-, Fertigungs-, Transport- und Gesundheitsindustrie n. Chr. hat alle Berufe mit unterschiedlichen Anforderungen an Fachkenntnisse sowie technische und mechanische Fähigkeiten.

Schließlich gibt es eine wichtige Institution, die als “funktionales Äquivalent” zur Ausweitung von Tarifverträgen arbeitet: das Prinzip der obligatorischen Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer und ihrer Untereinheiten. Nach dem Gesetz sind alle Unternehmen, deren Tätigkeit in den Bereich des repräsentationswesens der Kammer fällt, verpflichtet, Mitglied der Kammer und ihrer Untereinheiten zu sein. Der Anwendungsbereich der Kammer umfasst fast den gesamten privaten Sektor (mit der bemerkenswerten Ausnahme der Landwirtschaft und solcher freien Berufe wie Ärzte und Rechtsanwälte). Das bedeutet, dass etwa 96 % aller Beschäftigten des privaten Sektors in Unternehmen tätig sind, die Mitglieder der Kammer sind. Die Kammer ist die kollektive Stimme der Wirtschaft in Bezug auf alle Arten von Interessen, einschließlich der erblichen Interessen. Damit ist die Kammer der wichtigste Arbeitgeberverband österreichs. Die Kammer und ihre sektoralen Untereinheiten schließen Tarifverträge im Namen fast aller Arbeitgebergruppen unter dem Dach der Kammer ab. In all diesen zahlreichen Fällen stellt sich das Problem, dass Arbeitgeber nicht dem unterzeichnenden Arbeitgeberverband angeschlossen sind, nicht aufgrund des Grundsatzes der obligatorischen Mitgliedschaft in der Kammer, der automatisch alle Arbeitgeber bindet, die der Untereinheit Kammer angehören, die den entsprechenden Tarifvertrag abschließt.

Antwort: Tarifverhandlungen sind ein konstruktives Forum für die Behandlung von Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsbedingungen und Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder ihren jeweiligen Organisationen.